Friederike Roth

Abendlandnovelle

Cover: Abendlandnovelle
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518421765
Gebunden, 101 Seiten, 15,90 EUR

Klappentext

Zwischen Anfang und Ende tauchen die ewig alten Fragen auf, "die handeln von Gott und der Welt / und dem Tod und der Liebe / von Leben Kunst Geld." Und was, wenn alle zwischen Anfang und Ende ausgespannten, ausgebreiteten, ausgemärten Geschichten, alle Lebens- und Textgeschichten, sich als Wiederholungen in endlosen Variationen erweisen? Wenn das Wagnis zum Schrecken wird vor den bekannten Zwangsläufigkeiten von Ereignisketten, vor deren Ende man vielleicht doch lieber stumm bliebe?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2011

Seit fünfzehn Jahren war, wie der Rezensent Walter Hinck berichtet, die Lyrikerin Friederike Roth unerklärlich verstummt. Nun ist sie wieder da, und zwar mit einem Werk, das als Wurf zu betrachten ist. Die Titelangabe "Novelle" sei nicht wörtlich zu verstehen, eher sei das ganze als "Dithyrambus" einzusortieren. Außerordentlich sprachmächtig ist das, ein Ausbruch geradezu, in drei Teile geteilt. Den ersten betrachtet Hinck noch mit der meisten Skepsis, zu gewollt experimentell gerate hier manches. Im zweiten kulturkritischen und im dritten eher ich-lyrischen Teil kommt Roth seiner Ansicht nach jedoch ganz zu sich. Eine einzige Verfallsdiagnose und Endlichkeitsode ist das Buch offenbar, aber unzweifelhaft ist es das auf eine den Rezensenten überzeugende Weise.
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