Klappentext

Die Hirschs waren Verfolgte, Widerstandskämpfer, Opportunisten, Künstler. Ein Jahrhundert deutsche Geschichte hat sie geprägt, haben sie mitgeprägt. Da durfte man nicht empfindlich sein, es galt, die eigene Haut zu retten. Empfindlich war Tamara zum Glück nie. Stattdessen suchte sie das Abenteuer, die Herausforderung, das Risiko. Doch andere hat die Familie zugrunde gerichtet; eine Schuld, die Tamara nicht verzeihen kann. Franziska Hauser erzählt die Lebensgeschichte der bezaubernd eigensinnigen Tamara Hirsch - und erzählt damit die Geschichte ihrer eigenen Familie, eine Geschichte aus politischen und persönlichen Fallstricken.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2018

Laut Rezensent Nicolas Freund unternimmt die Protagonistin des Romans den Versuch, anhand der Biografien ihrer Verwandten herauszufinden, warum sie so geworden ist, wie sie nie sein wollte. Die Familiengeschichte geht über zwei Weltkriege, Missbrauch, Krankheit, Affären, Kinder und Liebesbeziehungen, so der Kritiker. Obwohl er es für unrealistisch hält, dass alle als schlau und gutaussehend vorgestellt werden, hat ihm das, wie er findet, "vielschichtige Porträt" der Figuren gut gefallen. In Kombination mit den vielen historischen Auswertungen sei der Roman aber etwas zu kurz geraten, um zu einer richtigen Bilanz zu kommen, und die hätte Freund sich gewünscht.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Stichwörter