Aus dem Nachlass herausgegeben von Walter Fähnders. Franz Jungs Erzählung, 1996 wieder aufgefunden, erscheint hier erstmals. In den fünfziger Jahren geschrieben, schildert Jung die Liebe zu Anna von Meißner während der Budapester Kriegsjahre. Der Text, von jener Härte, die auch Jungs politische Analysen kennzeichnet, erscheint in der Bilanz des Revoltierens wie ein Gegenstück zu den expressionistischen Geschlechterkampf-Novellen des Autors.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.07.2001
Aus dem Nachlass Franz Jungs wird diese bisher unbekannte Erzählung veröffentlicht. Der Herausgeber datiert sie auf die fünfziger Jahre, sie gehört ins Umfeld des autobiografischen Textes "Der Weg nach unten". Erzählt wird die Geschichte einer Nachtklubtänzerin, und zwar aus wechselnden Perspektiven. Der Rezensent mit dem Kürzel sks. macht in dieser Form, dem Verzicht auf einen durchgängigen Ich-Erzähler, eine "Art Selbstreflexion des Schreibprozesses" aus, den ersten Auftritt einer Figur, die erst später große Karriere macht: "des Beobachters".
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