Im Herbst 2001 trafen sich in Berlin 16 führende Forscher aus Russland, Deutschland, der Ukraine und Österreich, um zehn Jahre nach der teilweisen Öffnung der sowjetischen Archive eine erste Bilanz aus der bisherigen Sichtung der furchtbaren Akten zu ziehen. Trotz wiederholter Einschränkungen seitens der staatlichen Archivpolitik ist es inzwischen gelungen, Initiierung, Formen, Ablauf und Umfang des sog. Großen Terrors zwischen August 1937 und November 1938 für das gesamte sowjetische Gebiet festzustellen. Insbesondere die Beiträge von Mitgliedern der MEMORIAL-Gruppe geben einen Einblick in das Selbstverständnis und die Binnenperspektiven der Stalinismus-Aufarbeitung innerhalb der russischen und ukrainischen Gesellschaft Der Band veröffentlicht die Beiträge in deutscher Übersetzung und in überarbeiteter, für den deutschen Leser ergänzter Form.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…