Frans de Waal

Das Prinzip Empathie

Was wir von der Natur für eine bessere Gesellschaft lernen können
Cover: Das Prinzip Empathie
Carl Hanser Verlag, München 2011
ISBN 9783446236578
Gebunden, 351 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Hainer Kober. Mit Illustrationen. In der Natur tobt ein Kampf ums Überleben, in der Evolution herrscht das Recht des Stärkeren. Zumindest, wenn man Darwins Theorie verkürzt. Frans de Waal, ein wichtiger Vertreter der Biologie und Verhaltensforschung, widerlegt diese These. Seine Beobachtungen an Hunden, Katzen und Schimpansen zeigen: Offenbar erkennen auch Tiere in ihrem Gegenüber eine verwandte Kreatur und zeigen Empathie und Solidarität. Auf den Menschen übertragen, heißt das: Kooperation gehört zu unserer Grundausstattung. Engagiert und anschaulich erklärt de Waal, warum Stärke allein nichts zählt und warum wir uns im richtigen Moment solidarisch verhalten sollten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2011

Einen ambivalenten Eindruck hat Frans de Waals Buch über das Prinzip der Empathie bei Rezensent Johan Schloemann hinterlassen. Einerseits bescheinigt er dem renommierten Primatenforscher, kenntnisreich und kurzweilig die Erkenntnisse der jüngeren biologischen Altruismusforschung darzustellen. Andererseits scheint ihm das Werk bei all seinen gelungenen, gut zu lesenden Schilderungen über empathisches und freundliches Verhalten unter den Primaten in Teilen geradezu "dumm". Die Dummheit des Buchs erkennt er in der "gedankenschwachen Übertragung der Befunde auf den Menschen und die menschliche Gesellschaft". Dennoch hält er die Lektüre des Werks für instruktiv und lehrreich, auch weil es zeigt, wie sich der "böse" Sozialdarwinismus inzwischen in einen "guten" Sozialdarwinismus verwandelt hat.
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