Edition Haus am Gern , Biel 2026
ISBN
9783907350409 Paperback, 240 Seiten, 36,00
EUR
Klappentext
Bilder und Geschichten von Katzentreppen, den Tieren, die sie benutzen, und den Menschen, die sie erbauen. Wer mit offenen Augen durch Schweizer Städte streift oder über Land zieht, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt an Katzentreppen. Sie finden sich an Fassaden von Bauernhäusern ebenso wie an altehrwürdigen Herrschaftssitzen, in städtischen Wohnsiedlungen oder an Neubauten - von der einfachen Holzstufe bis zur elf Meter hohen Konstruktion.Der Fotograf Francisco PACO Carrascosa und der Kunsthistoriker Matthias Oberli haben sich in der ganzen Schweiz auf die Suche nach diesen besonderen Alltagsobjekten gemacht und sie fotografisch dokumentiert. Sie befragten Besitzerinnen und Besitzer von Katzenleitern ebenso wie deren Konstrukteure und erkundigten sich nach den Gewohnheiten der Tiere im Umgang mit den Steighilfen. So entstand ein vielschichtiges Panoptikum, das der Grafiker Emanuel Tschumi zu einem eigenständigen visuellen Erlebnis verdichtet hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.04.2026
Rezensentin Birgit Schmid blättert vergnügt durch diesen Fotoband der Gruppe aus Fotograf, Kunsthistoriker und Grafiker über Katzenleitern in der Schweiz. Für die schätzungsweise über 2 Millionen Schweizer Katzen lassen ihre erfreuten BesitzerInnen gerne manchmal zackige Wendeltreppen-artige Gebilde oder leicht versetzte, übereinander gestapelte Plattformen anfertigen, damit die Katzen ein- und austreten können, fasst die Kritikerin zusammen. Besonders die Stadt Bern ist dem Gestaltungsteam aufgrund ihrer hohen Katzenleiteranzahl aufgefallen, die Schmid auf die vielen verkehrsberuhigten Wohnbereiche der Stadt zurückführt. Schmid sieht die Katzenleiter als Symbol der Verbindung zwischen Natur und der Domestizierung; es sind menschengemachte Hilfskonstruktionen für ein Tier, das dadurch seinem Jagdinstinkt frönen kann, das diese Vorrichtungen aber genauso oft in seiner wilden Eigenwilligkeit ignoriert, um miauend vor der Eingangstür für Menschen zu warten, überlegt die Kritikerin.
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