Francisco Goldman

Der himmlische Gemahl

Roman
Cover: Der himmlische Gemahl
Rowohlt Verlag, Reinek 2008
ISBN 9783499253041
Kartoniert, 704 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Robin Detje und Juliane Gräbener-Müller. Guatemala, spätes 19. Jahrhundert. Die Novizin Maria bangt um ihre beste Freundin: Ein mächtiger General hat sich in die schöne Paquita verliebt. Er lässt alle Klöster schließen und zwingt die junge Frau zur Ehe. Maria muss sich allein durchschlagen und trifft auf den kubanischen Freiheitskämpfer und Poeten Jose Marti. Ihm folgt sie durch die Ballsäle und Kaffeeplantagen des Landes. Doch Maria hat einen Plan zusammen mit Paquita will sie das Land verlassen. Ihr Ziel: New York.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2009

Ein Wunder, dass der Rezensent das ausgehalten hat. Und auch noch darüber zu berichten weiß. Derart komplex scheint die Handlung von Francisco Goldmanns dickem Roman zu sein, dass die Rezension schon zweimal lesen muss, wer eine Ahnung von dem "satirischen Märchen" bekommen möchte aus einem Land, das Guatemala verdammt ähnlich sieht, wie Florian Borchmeyer behauptet. Die Vergangenheit dieses höchst unwahrscheinlichen Landes und seines erotomanischen Rebellenführers rekonstruiert der Autor minutiös im Stil des historischen Romans des 19. Jahrhunderts - doch mit Fallstricken, erklärt Borchmeyer. So viele sind es, dass der Rezensent bald Fiktion und Dokumentation nicht mehr unterscheidet. Die kühne "Sabotage" des Autors, sein "Verfremdungsgewitter" lässt Borchmeyer beinahe kapitulieren. Wäre da nicht die pikareske und zugleich quichoteske Figur eines Halbyankees, eine "Art ironisches Alter Ego" Goldmanns und laut Rezensent die heimliche Hauptfigur des Romans, weil ausgestattet mit den Insignien eines "unsterblichen Romanhelden".
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