Mit einer CD. Der Sammelband, der aus Anlaß seines zweiten Todestages erscheint, dokumentiert die bemerkenswerte Breite seines künstlerischen Schaffens. Die Texte, von denen die meisten bisher unveröffentlicht sind, zeigen Spescha als unbestechlichen Beobachter der ihn umgebenden Verhältnisse. Mit Biß und Ironie rückt er allem Festgefahrenen zu Leibe. Wie er dabei seine Zweisprachigkeit, diesen erweiterten Denkraum, als Potential für sein Schreiben nutzt, dokumentiert unter anderem ein Briegwechsel mit der Schriftstellerin Herta Müller.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.01.2003
Gieri Cavelty sieht in dem Band des 2000 gestorbenen Schweizer Autor, der sowohl auf Rätoromanisch als auch auf Deutsch schrieb, weniger einen "Nachlassband, als eine "postume Blütenlese", die die "bemerkenswerte Breite" der literarischen Arbeiten Speschas dokumentiert. Der Rezensent lobt, dass das zweisprachige Buch sowohl für die deutschsprachigen als auch für die rätoromanischen Leser ein Gewinn sei, besonders weil die meisten Texte bisher nur verstreut zu lesen oder lediglich im Radio zu hören waren. Dabei gefallen ihm die Gedichte und kurzen Geschichten mit ihrem "Sinn für feine Zwischentöne" besser als die "gesellschaftskritischen" Texte, die dem Rezensenten mitunter zu pathetisch daherkommen. Insgesamt preist Cavelty das Buch als "lesenswert, klug und vor allem lebensprall" und er glaubt, auch der Autor selbst wäre mit diesem postum erschienen Werk zufrieden gewesen.
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