Jens Soentgen

Wie man mit dem Feuer philosophiert

Chemie und Alchemie für Furchtlose. (Ab 12 Jahre)
Cover: Wie man mit dem Feuer philosophiert
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2015
ISBN 9783779505266
Gebunden, 464 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Wenn wir an Chemie denken, sehen wir Wissenschaftler in weißen Kitteln, die im Labor mit Erlenmeyerkolben und reinen Chemikalien über Bunsenbrennern hantieren. Oder an komplizierte Formeln, die wir schon in der Schule nicht verstanden haben. Wer weiß schon, dass die heutige Weißkittel-Chemie eine wunderbare wild-abenteuerliche Geschichte hat, die weit zurückreicht in die Wälder Amazoniens, in die Klöster und Schlösser Europas! Hier wurden schon vor Jahrhunderten über dem Feuer Stoffe verwandelt: die Rinde von Lianen in tödliches Gift, Salpeter in Schießpulver, (große Mengen) Kinderpippi in (winzige Mengen) Phosphor. Hier investierten Generationen kreativer Alchemisten die Energie ihres Lebens vergeblich in die Herstellung von Gold und entdeckten stattdessen das Porzellan und vieles mehr, ohne das unsere Welt heute nicht mehr vorstellbar wäre.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.03.2016

Besser als ein Chemiekasten findet Rezensentin Susanne Lenz das Buch des Chemikers und Philosophen Jens Soentgen samt seiner Anleitungen zu Experimenten und Tipps, wie sich aus Lorbeer Blausäure herstellen lässt. Aha! scheint Lenz andauernd auszurufen bei dieser Lektüre, die ihr alle Vorurteile gegen das verhasste Fach Chemie austreibt. Wie macht der Autor das? Er beschränkt sich nicht auf den Westen mit seinen Geschichten der Chemie, sondern nimmt Lenz mit nach China und Afrika, zu den Goldmachern und LSD-Pionieren und zu den Alchimisten. Apropos, als Alchimist, meint Lenz, scheint sich Soentgen selbst zu begreifen, auch in der poetischen Handhabung der Sprache, findet sie. Ein Jugendbuch mit viel Appeal für Erwachsene, die Chemie gerne weiter fassen, als Teil der Kulturgeschichte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2015

Rezensent Helmut Hornung staunt: Mit "Wie man mit dem Feuer philosophiert" ist Jens Soentgen ein ebenso spannendes wie inspirierendes Chemiebuch für die ganze Familie gelungen. Beeindruckt liest der Kritiker etwa, wie aus Elefantenkot Papier entstehen kann, Eingeborene aus der Maniokwurzel Bier herstellen oder erste alchemistische Versuche mit Zinnober, Arsen, Salpeter oder Pulverdampf gemacht wurden. Mit großem Interesse folgt Hornung auch Soentgens fesselnder und detailreicher Wissenschaftsreportage über die Porzellanherstellung im 18. Jahrhundert. Großartig auch, wie der Autor hier Natur- und Geisteswissenschaften miteinander verbindet, lobt der Kritiker, der im letzten Teil des Buches auch tolle Anleitungen für eigene chemische Experimente entdeckt.
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