Klappentext
Wie können wir friedlich miteinander leben? Anhand der Geschichte eines Jungen aus der antiken Stadt Kaliste, erklärt Ferdinand von Schirach die Grundzüge der Demokratie. Alexander wird von den Einwohnern seiner Heimatstadt Kaliste der Auftrag erteilt, "gute Gesetze" zu finden. Nie wieder soll eine Tyrannei möglich sein, und nur einem Kind traut man zu, frei von Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden. Alexander macht sich also auf den Weg und spricht mit ganz unterschiedlichen Menschen: einem Orakel, einem Modeschöpfer, einem Soldaten und einem echten Philosophen. Nach und nach kommt er so den Prinzipien der Demokratie auf den Grund. Doch die Zeit drängt, denn der König des Nachbarreiches droht, die Stadt zu überfallen - und nur Alexander kann das verhindern, wenn er rechtzeitig gute Gesetze nach Hause bringt.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.02.2026
Wirklich gut kommt Ferdinand von Schirachs erstes Kinderbuch bei Kritikerin Christine Knödler nicht weg: Zu thesenhaft ist ihr die Geschichte um Alexander, der auserwählt wird, die fiktive Stadt Kaliste zu einem Neuanfang zu führen und Krieg zu verhindern. Die Schirach-typischen Themen Menschenwürde, Bildung, Schuld und Unschuld kommen zur Sprache, wogegen Knödler prinzipiell nichts einzuwenden hat: Sie stört es aber, dass das Buch im Grunde "ein Plädoyer mit verteilten Rollen" ist. Den Kindern werde bei der Lektüre alles platt vorgesetzt, anstatt ihnen die Möglichkeit zur Einfühlung zu geben. Sie empfiehlt lieber Kästners "Konferenz der Tiere" als ein Kinderbuch, das seine Leserschaft ernst nimmt.
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