"Nachrichten aus dem Berge" nennt Ferdinand Schmatz seine zwischen Roman, Erzählung und Reflexion vermittelnden Aufzeichnungen, die einen klar umrissenen sozialen und geografischen Raum zum Thema haben: ein abgeschiedenes Tal in den steirischen Bergen, samt seiner Bewohner, die im Wirkungskreis des im Tal herrschenden Gutsherrn leben und um dieses Leben ringen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.04.2002
Paul Jandl muss dem österreichischen Autor das bescheinigen, was dieser nach eigenen Angaben vermeiden wollte. Schmatz' Buch ist ein "handfester Roman" befindet der Rezensent kategorisch am Ende seiner Kritik, obwohl er zuvor festgestellt hat, dass hier mehrere Romane in einem vorliegen, nämlich ein "höchst reflexiver Künstlerroman", ein "Kunst-Roman", ein "Schlüsselroman" und dazu noch ein Roman über eine "ernste Melancholie". Dem Autor sei es mit dem Werk, das in einem engen steirischen Tal spielt und die hierarchisch Welt des Grafen Zup vorstellt, gelungen, den so typisch österreichischen "Sprachzweifel" sowohl zu demonstrieren wie auch zu "unterlaufen", so der Rezensent begeistert. Er preist den "subtilen Witz" des Autors und findet, dass ihm "eine der schönsten Sinnstiftungen" der Literatur Österreichs geglückt ist.
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