Warum schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten trotz unzähliger Klimagipfel ungebremst voran? Warum hungern mehr Menschen als je zuvor auf der Erde, obwohl noch nie so ungeheure Reichtümer angehäuft wurden wie heute? Warum erweisen sich die globalen Eliten als unfähig, die Richtung zu ändern, obwohl ihr Kurs in einen planetaren Crash führt?
Annette Jensen hat keinen Zweifel, worum es dem Autor zu tun ist: Er möchte den Abschied vom universalistischen Denken und Formen der Selbstorganisation befördern. Dahingehend begreift Jensen Fabian Scheidlers Analyse des bestimmenden Gesellschaftssystems, dessen Anfänge der Autor mit dem Beginn der Metallgewinnung zusammenbringt, wie Jensen schreibt. Wie politische und wirtschaftliche Macht einander seitdem durchdringen und sich gegenseitig festigen und verstärken, vermag ihr der Autor zu zeigen, aber auch, wie gelingende Selbstorganisation aussieht und warum die Tage der Megamaschine gezählt sein könnten. Nicht zuletzt die klare Gliederung des Textes und die Konzentration auf einige wenige Aspekte der Menschheitsgeschichte machen das Buch für Jensen so lesenswert.
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