F. Scott Fitzgerald

Die Straße der Pfirsiche

Cover: Die Straße der Pfirsiche
Aufbau Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783351036126
Gebunden, 157 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Alexander Pechmann. Mit sechs Abbildungen. Im Sommer 1920, drei Monate nach der Hochzeit, besteigt das glamouröseste Paar seiner Zeit ein altes Auto und begibt sich kurzerhand auf den Weg nach Alabama. Und das alles, weil Zelda eines Morgens aufwacht und Appetit auf die Biscuits und Pfirsiche hat, wie es sie nur in ihrer Heimat gibt. Das Vorhaben wird zur Mut- und ersten Beziehungsprobe, die die beiden wetteifernd bestreiten. Sie erleben die großen Hoffnungen und Rückschläge des Reisens, den Wechsel der Landschaft und Bevölkerung, stoßen auf Hilfsbereitschaft und werden als Sonderlinge beäugt. Sie erleben echte Zusammenbrüche, die Euphorie des Unterwegsseins, und sie erkennen, dass die Sehnsucht der vielleicht wichtigste Motor ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2016

Stellenweises Leuchten kann Rezensent Paul Ingendaay in diesem insgesamt doch eher verunglückten Roadtrip-Bericht von Scott und Zelda Fitzgerald entdecken. Dem Versuch der Schmackhaftmachung dieser Reise in den amerikanischen Süden mittels sorgfältiger Übersetzung, Fotos und Nachwort begegnet er mit Respekt. Daran dass nur in wenigen Momenten der planlos kompilierten Erzählung eine Verwandlung und Verzauberung stattfindet und außer mondän Humorigem, vor allem Langeweile winkt in diesem Text, ändert die Mühe laut Ingendaay allerdings wenig. Dem Buch fehlt Struktur, schimpft er. Und mitunter ärgert er sich richtig angesichts von Überkonstruiertem und "rassistischen Schlenkern" zwischen all der müden Witzigkeit.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 19.12.2015

Zu den ganz großen Werken F. Scott Fitzgeralds schließt diese nebenbei für eine Zeitschrift geschriebene Erzählung zwar nicht auf, meint Ulrich Rüdenauer, doch die an "Beinahekatastrophen, Pannen und Begegnungen" pralle Geschichte darüber, wie der Autor mit seiner Frau in einem zwar rostenden, aber liebgewonnenen Automobil spontan in den Süden reist, findet durchaus ihren Weg in das Herz des Rezensenten. Sie ist einerseits jugendlich flott geschrieben, andererseits mit nostalgischen Tönen grundiert, für das Genre der romantischen Road Novel tatsächlich sogar wegweisend und nicht zuletzt durchweg filmreif: Ein Screwball-Film mit Katharine Hepburn und Cary Grant läuft bei der Lektüre vor dem geistigen Auge des Kritikers jedenfalls ständig mit. Nicht zuletzt kann zur Freude des Rezensenten auch die Ausstattung dieses Buches überzeugen: Neben einigen nostalgischen Fotos finden sich Erinnerungen von Zelda Fitzgerald und ein Nachwort von Alexander Pechmann, der diese "boulevardeske Komödie" im Schaffen Fitzgeralds und dessen Motivhaushalt verortet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2015

Mit gemischten Gefühlen hat Rezensent Tobias Lehmkuhl die Reportage "Die Straße der Pfirsiche" gelesen, die von Scott und Zelda Fitzgeralds sechstägiger Reise von Connecticut bis Alabama erzählt. Durchaus amüsiert folgt er Scott und Zelda, die nicht nur mit den technischen Problemen des Autos zu kämpfen haben. Scotts Witz gerät dem Kritiker aber bisweilen zu "lau" und auch die gelegentlichen rassistischen Passagen verringern das Lesevergnügen, meint Lehmkuhl. Zeldas dem Buch beigefügter, nahezu avantgardistischer Text "Führen Sie Mr. und Mrs. F. zu Zimmer Nr.-", der von ihren Impressionen aus verschiedenen Hotelzimmern berichtet, hat ihm aber ausgesprochen gut gefallen.
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