Katharina Manojlovic (Hg.), Kerstin Putz (Hg.)

Im Rausch des Schreibens

Von Musil bis Bachmann
Cover: Im Rausch des Schreibens
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2017
ISBN 9783552058262
Kartoniert, 256 Seiten, 27,00 EUR

Klappentext

Was sind die Stimulantien des Schreibens, die Treibstoffe der Literatur? Band 24 der Reihe "Profile" thematisiert als Begleitbuch zur Sonderausstellung des Literaturmuseums in Österreich sowohl die rauschhaften Züge des Schreibens selbst als auch jene Literatur, die in unterschiedlichsten Spielformen von Rausch, Entrückung und Körpergetriebenheit handelt. Vielerlei Substanzen beflügeln die literarische Phantasie; andererseits können Askese und Selbstdisziplin notwendige Voraussetzungen literarischer Arbeit sein. Schriftsteller wie Ingeborg Bachmann, Peter Handke, Mela Hartwig, Franz Kafka, Robert Musil, Adalbert Stifter u.a. werden auf diese Phänomene der Literaturgeschichte hin untersucht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.11.2017

Helmut Böttiger erfährt in dem von Katharina Manojlovic und Kerstin Putz herausgegebenen Band zu einer Ausstellung im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek sowohl, wie Kokain und Schreiben eine ergiebige Symbiose eingehen (Trakl), als auch, dass der Schreibvorgang selbst zur Ekstase führen kann (Handke). Hans-Georg Kempers Dokumentation von Trakls "Rauschbiografie" findet er ebenso lesenswert wie Hans Höllers Beitrag im Band über Ingeborg Bachmanns völlig abstinente Maßlosigkeit beim Dichten.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 15.07.2017

Nicht ganz so berauscht wie die hier auftauchenden Literaten ist Rezensent Philipp Haibach nach der Lektüre dieses Begleitbandes zur gleichnamigen Ausstellung im Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek. Dass sich die Herausgeber vor allem auf österreichische Autoren konzentrieren, geht für den Kritiker in Ordnung: Er erfährt hier etwa, dass viele Blätter im Nachlass von Ingeborg Bachmann Brand- und Kaffeeflecken zeigten, wieviel Robert Musil rauchte oder dass Peter Handke die Askese vorzog. Bisweilen geraten die Beiträge aber doch sehr akademisch, meint der Rezensent, der sich stattdessen lieber ins "dionysische Meer der Prosa" jener Literaten stürzt.

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