Aus dem Inhalt: Violeta Dinescu im Gespräch mit Eva-Maria Houben · Josef Häusler: Laudatio auf Violeta Dinescu · Detlef Gojowy: Die untypische Art zu singen. · Gabor Halasz: Magie der Zahlen und Klänge - Die musikalische Sprache der Kammeroper "Hunger und Durst" · Bärbel Siefert: Violeta Dinescu hört Gedichte, erzählt Musik · Dierk Hoffmann: Die ungewöhnliche Weltpremiere von "Kythera" · Wolfgang Rüdiger: Violeta Dinescus Fagottsolo "Satya II" · Irmgard Brockmann: Das Klavierstück "Torre di Si" · Nina Goslar: "Tabu" - von der Musikalität der Bilder · Wolfgang Martin Stroh: «Luftschiffe» für Flöte, elektrische Gitarre, Schlagzeug, Klavier und Tonband · Markus Kosuch: "Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee" - eine Kinderoper im Spannungsfeld zwischen Komposition und Aufführungspraxis. U.v.m.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.2005
Ellen Kohlhaas begrüßt erfreut das erste umfassende Porträt der rumänischen Komponistin Violeta Dinescu. Dreizehn Autoren untersuchen in der von der Musikwissenschaftlerin Eva-Maria Houben herausgegebenen, "gehaltvollen" Aufsatzsammlung das Schaffen der 1953 in Bukarest geborenen Komponistin und "Feldforscherin auf Bela Bartoks Spuren". Seit 1987 lebt diese in Deutschland, wo sie zum ersten Mal die Erfahrung machte, dass Frauen aus dem Musikbetrieb ausgegrenzt werden. "Ich glaube, dass der Kommunismus die Gleichheit der Aktion gebracht hat, das heißt: Frauen können sowohl Fabriken leiten als auch komponieren", zitiert die Rezensentin Dinescu, die glaubt, in ihrer musikalischen Entwicklung gehemmt worden zu sein, hätte sie in Deutschland studiert. Inzwischen ist sie Kompositionsprofessorin an der Universität Oldenburg, und ihre Werke werden häufig aufgeführt. Dennoch sind die meisten noch nicht veröffentlicht und nur als Manuskripte zugänglich. Das Buch enthält ein Tonträgerverzeichnis und Notenbeispiele und bietet neben der musikalischen Analysen "vielseitige Einblicke in die Bedingungen und Prozesse des Komponierens überhaupt".
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