Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.02.2002
Die Beschäftigung mit "Tugenden und Lastern" entspricht nun wirklich nicht dem "Zeitgeist", hat Rezensentin Angelika Dörfler-Dierken beobachtet, kann für sie aber dennoch Sinn ergeben. Nachdem Dörfler-Dierken zunächst aufzählt, was wann im Christentum als Laster und was als Tugend betrachtet wurde, referiert sie die "psychologisch-therapeutische" Herangehensweise des vor zehn Jahren vom Dienst suspendierten katholischen Pfarrers Eugen Drewermann. Nach Drewermann könne der Mensch Laster nicht per Willensentscheidung überwinden, sondern durch "geglückte Individuation" und das "Erleben von Gnade". Nun denn. "Assoziativ-kreisend" werden die Thesen des Autors auf über 600 Seiten ausgebreitet, berichtet die Rezensentin, für die Drewermann eine "Art Psychoreligion" propagiert.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…