Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Wenn man sich umgebracht hat, kann das Dasein ganz schön langweilig werden. Diese Erkenntnis teilt Chaim mit seinen neuen Bekannten, aber keinem fällt etwas ein, das man dagegen tun kann. Da lädt Rafael Kneller sie in sein Haus ein und macht ein sensationelles Angebot. "Pizzeria Kamikaze" steht in Israel seit Monaten auf der Bestsellerliste.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.05.2000
Eine etwas wirre Besprechung hat Angela Schader hier abgeliefert. Keret, ein "begabter" Autor, habe mit seinem vorherigen Erzählband „Gaza Blues“ für Furore gesorgt. Nun habe der „Luchterhand“ vier neue Erzählungen als „Roman präsentiert“, wohl gelockt vom früheren Erfolg. Das Thema ist Suizid, die Handlung bleibt - jedenfalls in der Rezension - schwer nachvollziehbar. Schader beklagt „beliebige Bezüge“ zu Israel und unnötige Skurrilität. Die „Trümpfe“ aus dem ersten Buch seien hier „zu bloßen Spielkarten in der Hand des Autors“ mutiert. Also - doch lieber die Finger lassen von Themen wie Suizid aus Langeweile? Am Ende der Rezension steht ein frommer Wunsch: Kommt Zeit, kommt wieder Erfolg.
Stephanie Grimm findet die Ideen Kerets` zwar manchmal "etwas zu platt", aber sie beschreibt den Kurzroman dennoch als unterhaltsam. Sie bezeichnet die Arbeit als Slapstick und ordnet sie "zwischen Comicstrip und Roadmovie" ein. Das Tempo des Romans scheint ihr zu gefallen: "Es sorgt dafür, dass Tragik und Humor nebeneinander stehen ohne einander aufzuheben." Keret gelinge die Verknüpfung von Alltäglichem und Surrealem.
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