Herausgegeben von der Nationalen Kommission zur Untersuchung von politischer Haft und Folter. "Das verbrecherische 'Erbe' der 17-jährigen Pinochet-Diktatur - Tausende von Todesopfern, Zehntausende von Gefangenen, Gefolterten und Verschwundenen - stellt noch immer eine schwere Last für die Überlebenden und für die heutige chilenische Demokratie dar. Das gilt ganz besonders für jene Menschen, die als tatsächliche oder vermeintliche Regimegegner Opfer einer beispiellosen, systematischen Anwendung von Folter wurden. Zur Untersuchung dieser Verbrechen wurde von Präsident Ricardo Lagos eine Kommission einberufen, die von November 2003 bis Mai 2004 insgesamt rund 35 000 Personen befragte, von denen 28 000 nach einem sorgfältigen Prüfungsverfahren als Opfer von Folter und politischer Haft anerkannt wurden. Diese Überlebenden erhalten nun eine staatliche Rente sowie die Zusicherung einer kostenlosen Krankenhausbehandlung. Der Abschlussbericht dieser "Nationalen Kommission zur Untersuchung von politischer Haft und Folter", inoffiziell nach ihrem Vorsitzenden auch Valech-Kommission genannt, liegt nun auch in deutscher Sprache vor.
Rezensent Andreas Fanizadeh empfiehlt die Lektüre dieses Berichts der Nationalen Chilenischen Kommission zur Untersuchung der Folgen des Pinochet-Putsches von 1973, in dessen Folge das Land in eine Militärdiktatur umgewandelt wurde, all jenen, die Zweifel hätten, wozu ein von westlichen Staaten gestütztes Regime fähig sei. Denn auch in deutscher Sprache lasse der Bericht wenig Interpretationsspielraum über den Charakter des Regimes zu, dokumentiere 28.000 Folter- und Vergewaltigungsfälle, das Schicksal von 1.095 ermordete und 1.105 verschwundene Menschen sowie die Verwicklung von Polizei und Armee in diese Verbrechen.
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