Klappentext

Wer ist der Mann, der den meisten Deutschen als ihr größtes Vorbild gilt, noch vor Benedikt XVI. - und den Chinas KP-Führung als Vaterlandsverräter beschimpft? Ein Erleuchteter, weltentrückt heilig und jenseits aller Kritik? Oder ein politisch kühl kalkulierender Machtmensch? Vertraut er seinen morgendlichen BBC-Nachrichten oder den Würfeln, die er gelegentlich wirft? Was ist das Vermächtnis Seiner Heiligkeit, für seine Heimat Tibet, für den "Rest der Menschheit"?

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2008

Erich Follaths Buch über den Dalai Lama hat Rezensent Matthias Drobinski gut gefallen, auch weil es ein weniger kritischer ist als Klemens Ludwigs Buch zum selben Thema - ohne es an Sympathie für das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus mangeln zu lassen. Er beschreibt das Buch als Mix aus Reisereportage, Interviews mit dem Dalai Lama und Personen aus seinem Umfeld sowie aus politisch-gesellschaftlich-theologischer Analyse. Dabei scheint es ihm ein wenig "sprunghafter" als Ludwigs Buch. Zugleich aber lobt er es als "farbig und manchmal auch frech".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.07.2007

Durchweg zufrieden ist Rezensentin Angela Köckritz mit diesen Aufzeichnungen über eine Reise zum Dalai Lama, die aus ihrer Sicht vieles auf einmal zwischen zwei Buchdeckeln zu bieten hat: nämlich ein Reisetagebuch durch Tibet, "ein wenig Reportage", eine "Lehrstunde in tibetischer Geschichte" sowie buddhistischer Religion. Und Interviews mit dem tibetischen Präsidenten der Exilregierung, dem Dalai Lama und seinem Staatsorakel. Manchmal staunt die Rezensentin über sich selbst, dass die schnellen Schnitte zwischen Orten und Jahrhunderten auf sie nicht störend wirken, sondern im Gegenteil, diese Potpourri-Technik ihr sehr unterschiedliche Aspekte von Geschichte und Gegenwart Tibets erzählen können. Follath zeichne außerdem ein "schillerndes Sittengemälde" Lhasas und Dharamsalas und erzähle zudem einen spannenden Politikrimi über die Beziehung Tibets zu China. Die Fragen allerdings, die zu beantworten Erich Follath aufgebrochen sei, blieben aus Sicht der Rezensentin zum Teil unbeantwortet.