Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2000
Eine maßvolle Darstellung von Religion und Politik in Tibet scheint dem Autor dieses Buches nur mit Hilfe einiger Scheuklappen gelungen zu sein. Zwar könne man so manchen Mythos - etwa über die Heiligkeit und Friedlichkeit Tibets - nach der Lektüre schnell vergessen, so Petra Kolonka, im Falle des Dalai Lama aber oder durchaus strittiger Themen ("dunkle sexuelle Praktiken des tantrischen Buddhismus", Weltherrschaftsanspruch des Dalai Lama) tappe der Religionswissenschaftler Brück selbst in die Falle der Mystifizierung. Verzeihliche Schwächen, meint die Rezensentin. Vorausgesetzt, man begreift das Buch als "Einführung in eine schwierige Materie".
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