Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann. Illustriert von Maartje Kuiper. Als Mirza aus der Schule kommt, steht sein Papa schon am Tor und wartet auf ihn. Ohne etwas zu erklären, fährt er mit ihm im vollgepackten Auto los … Je länger sie fahren, desto mehr wird Mirza klar, dass etwas nicht stimmt. Wohin fahren sie? Und warum? Mirza will zurück nach Hause, zurück zu seinem besten Freund. Bis er begreift, was sein Vater vor ihm verheimlicht. Und dass es kein Zurück gibt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 03.02.2026
Rezensentin Sylvia Schwab freut sich sehr über diesen stillen und genau erzählten Kinderroman über das Fremdsein und die Flucht. Darin wird der zwölfjährige Mirza eines Tages von seinem Vater von der Schule abgeholt und von ihm in sein Heimatland gebracht, resümiert die Kritikerin. Mirza, der im nahbaren Präsenz und in sensiblen, kurzen Sätzen die Geschichte erzählt, muss sich nun an diese neuen Lebensumstände anpassen, die Sprache lernen und neue Freunde finden, erfahren wir. Für die Angst, sein Zuhause nie wieder sehen zu können, wie auch für die Beschreibung dieses neuen, kulturellen Raumes finde die Autoren poetisch-dichte Bilder, die oft mit fantastischen Elementen gekonnt kombiniert werden. Dass es sich bei dem väterlichen Heimatland nicht um einen realen Staat, sondern um eine Fiktion, bei der Sprache um eine Kunstsprache handelt, begünstigt das universelle Gefühl der Fremdheit, in dem sich alle wiederfinden können, lobt Schwab diesen originellen Text.
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