Gans Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783946392996 Gebunden, 104 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Die Bildende Künstlerin, Performerin und Autorin Elza Javakhishvili war mit ihren georgischen Gedichten für den wichtigsten Literaturpreis des Landes nominiert und legt nun ihren ersten Band in deutscher Sprache vor. Ihre Gedichte sind forschende Spiele mit der Sprache und mit dem Ich, das sich fortwährend im Modus der Selbstbefragung und Welterkundung befindet. Und sich dabei nicht vor Themen wie Weiblichkeit, Migration, Fremdheit und Krieg scheut, ohne dabei an Perspektiven zu erinnern, die man jemals zuvor gehört oder gelesen hätte. Die Konkrete Poesie Eugen Gomringers und Gerhard Rühms klingt dabei ebenso an wie Friederike Mayröcker und Dagmara Kraus.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.08.2026
Einen "vielversprechenden Anfang" sieht Rezensentin Stephanie von Oppen in diesem Debüt der georgischen Lyrikerin Elza Javakhishvili. In ihrem Band mit Gedichten und Kurzgeschichten verflicht die Dichterin melancholische Selbstreflexion, Erinnerungspassagen an ihre Familie (die die Kritikerin besonders "ausdrucksstark" findet) und die "Sehnsucht" nach ihrer Heimat und der georgischen Natur. "Ohrenlerchen, Brautenten, Wanderfalken" kommen da vor, aber natürlich auch die Kriegserfahrungen von 1990er-Jahren und 2008. Diese "Angsttanz der Toten" evoziert die Dichterin in starken Bildern, so von Oppen. Der Rezensentin gefällt auch Javakhishvilis Freude an "Wortklängen und -spielereien": "Der Duft der Not, der Blutknoten im Kopf, Rostknopf! Der Kopf klopft an." Die Kritikerin ist jedenfalls gespannt auf mehr.
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