Elvis Costello

Unfaithful Music

Mein Leben
Cover: Unfaithful Music
Berlin Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783827012265
Gebunden, 784 Seiten, 29,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Henning Dedeking, Henriette Heise und Hubert Mania. In den dreißig Alben, mit denen Elvis Costello seit 1977 Erfolge feiert, erfand sich der eigenwillige Künstler immer wieder neu. Seine rauen Anfänge lagen zwischen Rock, New Wave und Punk − und schon damals erreichte er ein Millionenpublikum. Mit "She", aufgenommen für die romantische Komödie "Notting Hill", rührte er die Herzen aller Liebenden. Über alle Hinwendungen zu so unterschiedlichen Stilrichtungen wie Country, Folk, Motown, Jazz, Ska und Klassik hinweg begeistert Costello seine Fans − und ist dabei in Deutschland gerade mit seinen jüngsten Alben besonders erfolgreich.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2016

Tilman Spreckelsen hätte mehr erwartet von der Autobiografie von Elvis Costello. Mehr Chronologie etwa oder mehr Information. Was dem Costello-Kenner eine Freude, meint er, ist dem Neuling eine Qual. Weil der Autor zwischen Zeiten und Motiven springt, was das Zeug hält, Exkurse, Anekdoten und Assoziationen prasseln lässt und nur hin und wieder wirklich Erhellendes berichtet, so aus seiner Familiengeschichte, wie Spreckelsen erklärt, oder in Form von kurzen Künstlerporträts. Zu allem Überfluss fehlen dem Buch Register und Bildlegenden, schimpft der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 13.01.2016

Noch eine Musikerlebensbeichte? Rezensent Noel Rademacher gibt Entwarnung. Elvis Costellos Autobiografie scheint ihm alles andere als die Suche nach endgültiger Wahrheit zu beinhalten. Etwa auch einfach ein großes Durcheinander, da der Autor sich von Anekdote zu Anekdote und konfus durch die Zeiten treiben lässt, wie Rademacher feststellt. Dass er beim Lesen mitunter den Faden verliert, schreckt ihn allerdings nicht. Zu verdammt unterhaltsam ist Costellos Entwicklungsroman vom Rüpel des New Wave zum Elder Statesman, findet er.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.11.2015

Als musizierenden Schriftsteller sieht Bernd Graff Elvis Costello nach der Lektüre von dessen ausdrücklich selbst verfassten Autobiografie. Der Mann kann schreiben, versichert Graff, der allerdings auch eine etwas unaufgeräumte Art im Text bemerkt. Umso besser, scheint er zu denken, stürzt sich hinein und kommt mit einem Sack voll lovely Anekdoten, einem Soundtrack zum Buch und wunderbaren Erläuterungen zu Costellos Songs wieder zum  Vorschein. Dass Costello ein ungewöhnlicher Musiker ist, der zwar von Dylan bis Van Zandt mit allen Großen gearbeitet hat, aber in keine Schublade passt, wusste Graff bereits. Nun kennt er Costello auch als klugen Autor mit jeder Menge Humor und Gespür für Pointen.

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