Aus dem Schwedischen übersetzt von Paul Berf. Die Geschichte von Jan und Dorothea, zwei schwedischen Schriftstellern. Ein Roman über zwei gegensätzliche Lebensentwürfe: Disziplin und ekstatische Selbstzerstörung. Die Autorin erzählt eine Geschichte von Freundschaft und Trauer, vom letztlich vergeblichen Versuch, einen Menschen zu verstehen, dessen Bild von Legenden umstellt ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2002
Ellen Mattson gehört in Schweden zu den herausragenden und bekannten Autoren der zeitgenössischen Literatur, berichtet Eberhard Falcke, der von Mattsons Buch schlicht begeistert ist. Am meisten hat ihn - auch wenn es paradox klinge - die "zauberhafte Sachlichkeit" des Künstlerromans beeindruckt, der psychologisch genau die Beziehungskonstellation eines Künstlerpaares unter die Lupe nimmt. Nicht von ungefähr, meint Falcke, schwebe Thomas Mann ständig im Hintergrund, was ihm einerseits bei einer Geschichte über Dichterleiden und Künstlerkonkurrenz einleuchtet, ihn aber andererseits als zu naheliegend stört. Die Einblicke ins Mannsche Innenleben schwankten zwischen Respekt und Intimität, schreibt der Rezensent - nicht immer eine gute Mischung. Wettgemacht werden diese Vorbehalte durch präzise Beschreibungen, kluge Gedanken und einen ganz eigenen nachdenklichen Ton in Mattsons Prosa, so Falcke.
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