Elena Barnert behandelt eine Argumentationsfigur im Zivilrecht, die in vielen Kontexten in Erscheinung tritt: als sorgfältiger Kapitän, gewissenhafter Notar, verantwortungsbewusster Versicherungsnehmer, erfahrener Lastzugführer, ordentlicher Kaufmann, als aufmerksamer - oder aber flüchtiger - Leser, verständiger Verbraucher, objektiver Zuschauer, umsichtiger, besonnener, rechtschaffener Mensch et cetera. In jeder Spielart handelt es sich um einen normativen Modellmenschen - einen "Dritten" als 'ideale' Rechtsakteur -, den der Zivilrichter mit dem Ziel konstruiert, einen Maßstab für die Normanwendung zu bilden. Die Autorin trägt zu einem vertieften Verständnis der komplexen Denkfigur des Dritten im Zivilrecht bei, indem sie deren theoretische Dimensionen näher beleuchtet und die Verästelungen der Kasuistik in der rechtspraktischen Handhabung des Dritten im einzelnen betrachtet.
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