Elena Barnert behandelt eine Argumentationsfigur im Zivilrecht, die in vielen Kontexten in Erscheinung tritt: als sorgfältiger Kapitän, gewissenhafter Notar, verantwortungsbewusster Versicherungsnehmer, erfahrener Lastzugführer, ordentlicher Kaufmann, als aufmerksamer - oder aber flüchtiger - Leser, verständiger Verbraucher, objektiver Zuschauer, umsichtiger, besonnener, rechtschaffener Mensch et cetera. In jeder Spielart handelt es sich um einen normativen Modellmenschen - einen "Dritten" als 'ideale' Rechtsakteur -, den der Zivilrichter mit dem Ziel konstruiert, einen Maßstab für die Normanwendung zu bilden. Die Autorin trägt zu einem vertieften Verständnis der komplexen Denkfigur des Dritten im Zivilrecht bei, indem sie deren theoretische Dimensionen näher beleuchtet und die Verästelungen der Kasuistik in der rechtspraktischen Handhabung des Dritten im einzelnen betrachtet.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…