Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.01.2007
Ekkehard Ellinger habe hier die erste Geschichte der Orientalistik zur Nazi-Zeit vorgelegt, begrüßt der Rezensent Frank-Rutger Hausmann diese überfällige Studie. Dabei lobt dieser nicht nur den Sachverstand des jungen Wissenschaftlers, auch in punkto Kritik an seinem Fachgebiet habe der Autor an klaren Worten nicht gespart. Denn natürlich sei die Orientalistik "Teil der NS-Orientpolitik" gewesen, und einige Altertumswissenschaftler hätten die Zeit fleißig genutzt, potentielle Bündnispartner zu "entsemitisieren". Insgesamt, so der Rezensent, beschränke sich die Studie auf den vorderen Orient und die islamischen Länder. Der Autor untersuche im ersten Teil das orientalistische "Netzwerk" während der Nazizeit und im zweiten Teil betrachte er die damaligen Publikationen mit "ideologiekritischen" Argusaugen.
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