Ein Fuchs streift durch die Nacht, zu ihm gesellt sich ein Paradiesvogel. Beiden ist nach Farbe, beide suchen etwas, beide wissen nicht, wohin sie ihr Weg führt. Die Landschaft scheint bisweilen verzaubert, beruhigend, dann wieder rätselhaft und abweisend. Die Nacht ist noch jung. Aber sie gewinnt an Macht. Die Suchenden drohen den Mut zu verlieren. Doch die Farbe ist längst bereit, gefunden zu werden. Sie zeigt sich und schenkt dem Fuchs neuen Lebensmut. Und der Vogel? Auch er findet seinen Platz und beglückt uns mit seinen Liedern. Einar Turkowski überrascht in seinen Bleistiftzeichnungen erstmals mit Farbakzenten, die die Künstlerin Thomke Meyer zum Leuchten gebracht hat.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.03.2019
Einar Turkowskis graue, mit feinem Strich gezeichnete opulente Landschaften sind in ihrer Farblosigkeit so üppig, dass der dort umher streifende, ebenfalls graue Fuchs darin manchmal fast verschwindet, erzählt Rezensent Harald Eggebrecht, der einiges Vergnügen daran hat, den buschigen Schwanz im Gestrüpp ausfindig zu machen. Bald kommt noch ein freundlicher Paradiesvogel hinzu und ganz ohne Worte erzählt die Bildergeschichte von einer eine zarten Freundschaft, die am Ende auch wieder vergeht, als der Fuchs einen Tupfen roter Farbe im Gebüsch entdeckt! Für die graue Welt ist er damit verloren. Wunderbar gezeichnet, lobt Eggebrecht, der die "Sehnsucht" nach Farbe gut nachvollziehen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2019
Fridtjof Küchemann folgt Fuchs und Vogel durch die Nacht in Einar Turkowskis neuem Bilderbuch. Die Grafitnuancen und Grautöne im Buch findet Küchemann erstaunlich lebendig und stufenreich. Sichtbar werden für ihn Bäume, Gräser, Gestein und Tiere. Dass der Autor seinen Bildern nicht zu trauen scheint und ihnen Verse an die Seite stellt, findet Küchemann schade. Die Sechszeiler fügen den lebendigen Grafiken außer Pathos und Ungenauigkeit nichts hinzu, meint er.
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