Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2002
Eigentlich ist Eike Wolgast Neuzeithistoriker, hat es also - wie der Rezensent Paul Nolte feststellt - sonst mit, aus heutiger Perspektive jedenfalls, ruhigeren Zeiten zu tun. Die Beschäftigung mit der deutschen Nachkriegszeit lasse, so Nolte, auf besonderes Engagement schließen und tatsächlich sei das dem Buch auch anzumerken. Der "sorgfältige Blick" auf die Quellen fehlt dennoch nicht. Die Ergebnisse des Quellenstudiums seien auch durchaus interessant, findet der Rezensent; keineswegs nämlich habe pauschale Verdrängung der jüngsten Vergangenheit stattgefunden. Die Parteien haben früh mit der Aufarbeitung begonnen, die Kirchen zögerlicher, die Universitäten kaum. Typisch sei freilich der Rückgriff auf die kulturkonservativen Denkmuster der Weimarer Republik gewesen. Einwände hat Nolte vor allem im Methodischen: Allzu wenig Sensibilität zeige Wolgast bei der Untersuchung von "Sprache und Diskurs", problematisch bleibe die Beschränkung auf den kurzen Zeitraum und die vergleichsweise wenigen Quellen.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…