Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2002
Eigentlich ist Eike Wolgast Neuzeithistoriker, hat es also - wie der Rezensent Paul Nolte feststellt - sonst mit, aus heutiger Perspektive jedenfalls, ruhigeren Zeiten zu tun. Die Beschäftigung mit der deutschen Nachkriegszeit lasse, so Nolte, auf besonderes Engagement schließen und tatsächlich sei das dem Buch auch anzumerken. Der "sorgfältige Blick" auf die Quellen fehlt dennoch nicht. Die Ergebnisse des Quellenstudiums seien auch durchaus interessant, findet der Rezensent; keineswegs nämlich habe pauschale Verdrängung der jüngsten Vergangenheit stattgefunden. Die Parteien haben früh mit der Aufarbeitung begonnen, die Kirchen zögerlicher, die Universitäten kaum. Typisch sei freilich der Rückgriff auf die kulturkonservativen Denkmuster der Weimarer Republik gewesen. Einwände hat Nolte vor allem im Methodischen: Allzu wenig Sensibilität zeige Wolgast bei der Untersuchung von "Sprache und Diskurs", problematisch bleibe die Beschränkung auf den kurzen Zeitraum und die vergleichsweise wenigen Quellen.
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