Aus dem Englischen von Doris Gerstner. Der Evolutionsforscher Edward O. Wilson nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Ökosysteme dieser Welt. Eindringlich schildert er, wie die Menschheit im zwanzigsten Jahrhundert die Zerstörung ihrer natürlichen Umwelt vorangetrieben hat und stellt am Ende die Frage: Wie finden wir zu einer Kultur der Nachhaltigkeit, die unsere Zukunft und die unseres Planeten sichert?
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 21.03.2002
Reiner Klingholz teilt Wilsons Liebe zum Kleinen, aber nicht die zum Großen. Er feiert ihn als Myrmekologen - das heißt Ameisenkundler -, der noch im letzten Jahr die offensichtlich hinreißende "Kerbtierthymne" "Ameisen" vorlegte, aber als Moralisten sieht er sich durch Wilson gelangweilt. Auch im vorliegenden Buch bewundert der Rezensent Wilsons "ungeheure Kenntnis biologischer Zusammenhänge" und schwärmt von Passagen, in denen Wilson die nie endende Anpassungsfähigkeit der Arten in einer Anschaulichkeit beschreibt, die Klingholz keinem einzigen deutschen Kollegen seiner Zunft zutraut. Nur wo Wilson über den Menschen spricht, über seine Unfähigkeit zu ökologischer Verantwortung, und wo er Lösungswege aus der ökologischen Krise zu skizzieren versucht, mag ihm Klingholz nicht folgen. Nicht dass er Wilson nicht im Prinzip recht gibt, nur scheint er seine politische Kompetenz anzuzweifeln. Hier wird ihm Wilson eben zu "groß", zu allgemein, zu hilflos pathetisch. Dennoch: Wer Wilson noch nicht gelesen hat, dem empfiehlt Klingholz dieses Buch als "Pflichtlektüre".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002
Josef H. Reichholf ist sehr angetan von dem Buch des Naturschützers und Biologen Wilson, der darin die Zukunftschancen für die Natur auszuloten versucht. Wie zu erwarten, habe der Autor zwar jede Menge "Schreckensmeldungen" über aussterbende Arten und die verheerende Wirkung des Menschen auf die Natur zu überbringen. Allerdings, so der Rezensent, könne der Autor seine Botschaften "eindrucksvoll belegen", außerdem stelle er seinen "Untergangsszenarien" auch positive Entwicklungen zur Seite. Dadurch, lobt Reichholf, entstehe "Hoffnung". Und so gebe das gleichermaßen "gut geschriebene" wie "ausgezeichnet übersetzte" Buch dem "Natur- und Umweltschutz in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts" das, was er brauche: ein "zukunftsfähiges Programm.
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