Du Fu

Du Fu: Gedichte

Cover: Du Fu: Gedichte
Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Mainz 2009
ISBN 9783871620690
Gebunden, 300 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Chinesischen von Raffael Keller. Rund 1400 Gedichte umfasst sein überliefertes Werk. In virtuoser Beherrschung der sprachlichen Mittel erschloss Du Fu der chinesischen Dichtkunst neue Stoffe, indem er mit bis dahin unbekanntem Realismus eigene und fremde Not darstellte. Seine geistvollen Momentaufnahmen des Alltagslebens waren in ihrer schlichten Kultiviertheit ebenso zukunftsweisend wie die dichten, kühn die Grenzen der Sprache auslotenden Bilderfolgen seines Spätwerks.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.10.2010

Ludger Lütkehaus lässt sich bezaubern von der persönlichen Note dieses Dichters, die seinen bevorzugten realitätsnahen Themen (Alltag, Familie, kleine Dinge und Nöte), aber auch den großen Sujets wie Liebe und Tod oder den Naturgedichten etwas Beruhigendes verleihen. Die vorliegende kommentierte Auswahl von Du Fus Gedichten in der Übersetzung von Raffael Keller hält Lütkehaus für schön und meistens bildkräftig übertragen. Nur einzelne Texte erscheinen ihm in den bisherigen Übersetzungen prägnanter.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.02.2010

Das Lob, das der Herausgeber und Übersetzer Raffael Keller etwas zu verschwenderisch über seinem Schützling Du Fu ausschüttet, zu Ungunsten von dessen Zeitgenossen Li Bo, verdirbt Hans Christoph Buch ein bisschen die Laune. Insgesamt aber machen ihm die hier versammelten, seiner Meinung nach nicht glanzvoll, doch zuverlässig übertragenen Dichtungen Du Fus, des Horaz der Tang-Dynastie, Freude. Zum einen liegt das an der für den Rezensenten erstaunlichen Modernität der Texte, den autobiografischen Bezügen, dem Ironisieren von Trauer und Selbstmitleid, dem bitteren Sarkasmus und der Doppelbödigkeit der "blitzartig" Welt und Ich verdichtenden Verse. Zum anderen zieht Buch Genuss aus den im Band enthaltenen zeithistorischen Einführungen zu Leben und Werk Du Fus sowie aus Kellers Anmerkungen, die ihm den Reichtum der Gedichte an literaturhistorischen Bezügen offenbaren.

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