Aus dem Amerikanischen von Alexander Konrad. Windham und Williams leben und arbeiten zeitweise zusammen und produzieren 1945 ein gemeinsames Stück am Broadway. Capote und Windham lernen sich 1948 in Venedig kennen und reisen gemeinsam weiter. Langjährige, sehr enge Freundschaften entstehen. Aber der große Ruhm katapultiert Capote und Williams in Umlaufbahnen, in die ihnen zu folgen für Windham immer schwerer wird, bis es in beiden Fällen zu einem bitteren Ende kommt. Donald Windham beschreibt all dies in seinem Erinnerungsbuch ebenso vielschichtig wie eindringlich, reich an Details und voller Anekdoten auch über viele andere berühmte Beteiligte, unter anderem D. H. Lawrence als Nacktputzer, eine schwer getroffene Tania Blixen oder ein sparsamer André Gide.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.12.2025
So bekannt wie seine Freunde Truman Capote und Tennessee Williams war Donald Windham nicht, aber dafür kann er in diesem Band einiges zum Verständnis ihrer Charaktere beitragen, hält Rezensentin Manuela Reichart fest: Der Erfolg hat ihre Freundschaften zerstört, Windham hatte zwar weniger Erfolg, dafür aber Glück im Privatleben. Williams und Capote werden laut Reichart als Autoren charakterisiert, die viel zu viel tun für den Beifall, sich zugrunde richten und mit Lügen und Eskapaden ihre Freundschaften zerstören, lesen wir. Windhams Bedauern darüber kann Reichart nachvollziehen, zudem lernt sie viel über Werk und Wirken seiner beiden Kollegen.
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