Taschenbuchausgabe. Aus dem Amerikanischen von Ursula-Maria Mössner. Mit seinen Kurzgeschichten rührt Capote noch das unsentimentalste Herz. Er erzählt von verschiedensten Wegen, lieben zu lernen; beschreibt Verirrte und Verlassene, die zwischen Trotz und Traum straucheln; schafft es, Sonderlinge derart zu zeichnen, dass es unmöglich wird, nicht mit ihnen mitzufühlen. Seine Erzählungen verdanken ihren außergewöhnlichen Zauber vor allem einer Tatsache: Sie besitzen Seele. Inklusive der neu entdeckten Geschichte "Yachten und dergleichen".
Wie durch die Lupe eines kleines Kindes schaut Jan Küveler beim Lesen von Truman Capotes nun auch als Taschenbuch erschienenen versammelten Geschichten auf die Welt. Empathie kann er von diesem Autor lernen und was sich durch Schauen alles erkennen lässt, sofern man es beherrscht. Dass Capote Schauen konnte, weiß Küveler spätestens nach diesen zwischen sieben und dreißig Seiten kurzen Texten, die etwa von einer alleinlebenden Frau handeln oder von einem feigen Mann. Für Küveler sind sie poetischer Natur, weniger erzählender. Und die hübsche Aufmachung des Bandes, scheint er zu denken, passt ganz gut dazu.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…