Dirk von Petersdorff

Sirenenpop

Gedichte
Cover: Sirenenpop
C. H. Beck Verlag, München 2014
ISBN 9783406666919
Gebunden, 96 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Sich einer Bewegung anzuvertrauen, mit dem Unbestimmten und Fließenden, mit einer Welt voller Verschiedenheit Ernst zu machen und gleichzeitig den Gefühls- und Formenreichtum der Vergangenheit spielerisch und gekonnt aufzugreifen, ohne dass irgendeine weltanschauliche Verbindlichkeit daraus abgeleitet wird so könnte man die Welthaltung der Lyrik Dirk von Petersdorffs beschreiben. In den fünf Kapiteln seines neuen Gedichtbandes widmet sich der Lyriker, Essayist und Literaturwissenschaftler der Erfahrung des Verschwindens, schreibt Lieder, die zeigen, dass auch unsere nachromantische Welt welche besitzt, folgt in einer Art stoischem Programm den Jahreszeiten und Szenen aus dem Innenhof eines Hauses und zeigt Paare: vom Kennenlernen über Emphase, Zweifel, Abstand bis zum Festhalten oder Loslassen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.01.2015

40 Prozent Gedichte, die aus der "poetischen Flachsee" herausragen, konstatiert Burkhard Müller etwas maliziös zu Dirk von Petersdorffs neuem Gedichtband. Die Befürchtung, dass der Autor den Titel wahrmacht und wie bisher dichtend vor allem "Tradition und Tralala" zusammenreimt, bewahrheitet sich zum Glück für Müller erst gegen Ende. Davor aber gelingen dem Autor, etwa mittels der ordnenden Kraft des Sonetts, Texte, in denen triviale Themen und selbst Einzelverse "Fasson" und lyrische Energie gewinnen. Sogar die schauderhafte Bundesrepublik der Kohl-Ära lässt sich so betrachten, meint Müller. Der Band - ein schönes Versprechen auf mehr davon, findet er.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.10.2014

Nein, das Vergnügen beim Verfertigen und beim Lesen der Gedichte kann Rüdiger Görner dem Autor nicht vorwerfen. Auch wenn es Görner manchmal allzu glatt zugeht in den Texten von Dirk von Petersdorff, allzu widerstands- und bruchlos, das Gelungene an diesen für Görner stets zeitgemäß und gebildet tönenden Stücken überwiegt, findet er. Sehr reizvoll erscheint ihm das leitmotivische Umkreisen von Ich und Du, wenn es etwa heißt: "verloren, Rätsellandschaft des Tattoo, / ein Ich mit Überblendungen des Du." Das liegt laut Rezensent daran, dass der Autor die Texte zwar mit Kulturgeschichtlichem und Bezügen zu anderen Lyrikern anreichert, doch dabei spielerisch bleibt und nicht imitiert. Laut Görner erweist sich der Autor insgesamt als verlässlicher Sprachartist und Formkönner.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2014

Wenn Rezensent Harald Hartung den Autor leichtfüßig nennt, ist das als Kompliment zu verstehen. Flügelschuhe trägt er, meint Hartung, die ihn zwischen jetzt und vormals pendeln lassen. Als "Neuromantiker" erweist sich Dirk von Petersdorff für den Rezensenten unter anderem durch die Keckheit, Provokation und Verführungsqualität seiner in diesem Band versammelten Gedichte. Befunde aus dem Paar- und Arbeitsleben sind darunter, laut Hartung traurig und leicht tönend zugleich. Dann wieder wird es beinahe hymnisch, meint er. Gefallen hat ihm beides.
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