Fotos von Karin Wieckhorst. Aus Protest gegen die Sprengung der Leipziger Universitätskirche St. Pauli im Jahre 1968 entrollten fünf junge Physiker ein Plakat mit der Forderung nach Wiederaufbau. Dietrich Koch ist der einzige, der wegen seiner Beteiligung daran verurteilt wurde. Er berichtet mit großer Genauigkeit über die Methoden und den riesigen Aufwand der Stasi, ihn in fast zweijährigen Verhören geständig zu machen und über seinen Widerstand gegen den Versuch ihn zu zerstören. Seine Geschichte ist eingebettet in eine kaum bekannte Landschaft des Widerstandes in der damaligen DDR.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2001
Wolfgang Schuller bewundert Dietrich Koch für sein Durchhaltevermögen bei Stasi-Verhören. Er ist beeindruckt von der "außergewöhnlichen Ruhe - nicht Leidenschaftslosigkeit- mit der er sein eigenes und das Martyrium derer schildert, von denen er (...) Kenntnis bekommen hat". Ansonsten ist von dem Buch leider wenig die Rede. Es dient dem Rezensent eher zum Nachweis des Psychiatriemissbrauchs bei Verhören der Stasi und der Abrechnung mit dem Unrechtsstaat DDR. Besonders betont der Rezensent noch die im Buch geschilderte Aufnahme des Autors im Westen, bei der sich Jürgen Habermas durch wenig rühmliche Worte hervortat. Alles in allem ein Dokument, das den Rezensenten zum Nachdenken anregte.
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