Die Erinnerung an die dreißiger und vierziger Jahre unseres Jahrhunderts hat viele Gesichter: Sie tritt uns entgegen als Verarbeiten von Erlittenem, als Betrachtung von Erlebtem, als historische Auseinandersetzung mit einer vergangenen Zeit. Dietrich Geyer, der renommierte Tübinger Historiker, erzählt die Geschichte seiner ersten 21 Lebensjahre, sehr persönlich, ohne die Zeit im Spiegel des eigenen Lebens deuten zu wollen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 23.03.2000
Verwundert und bewundernd stellt Helmut Altrichter fest, dem Historiker Geyer sei kein, wie sonst in seiner Zunft üblich, dicker schwer lesbarer Wälzer, sondern ein schmaler, "vorzüglich erzählter" autobiografischer Bericht gelungen. Einen Vorzug sieht Altrichter darin, dass sich in Geyer der Historiker und der Zeitzeuge vereinen, was dem Buch einen besonderen Reiz verleihe. Das Nachdenken über die Diskrepanz zwischen den eigenen Erlebnissen und der historisch erfaßten Wirklichkeit mache es zur lohnenswerten Lektüre.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…