Wie die ersten beiden Bände versammelt auch dieser dritte in erster Linie literarische Beiträge, das heißt Texte von Schriftstellern und Schriftstellerinnen zur Wirkungsgeschichte Georg Büchners. Insgesamt wurden 150 Beiträge von 115 Autoren und Autorinnen aufgenommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2004
Wohl kein anderer Schriftsteller in der deutschen Literaturgeschichte wurde nach 1945 so intensiv rezipiert wie Georg Büchner. Diesen Eindruck zumindest hat Thomas Steinfeld nach seiner Lektüre des von Dietmar Goltschnigg herausgegebenen dritten Bands "Georg Büchner und die Moderne", der sich allein mit der Zeit von 1980 bis 2002 beschäftigt und schon achthundert Seiten umfasst. Der kleinere Teil des Buchs stellt Steinfeld zufolge systematisch die Büchner-Rezeption dar und löst sie auf in einzelne Interessen, Perioden und Motive. Hier entstehe das Bild einer literarischen Rezeption, "in der sich Gesellschaft über sich selbst verständigt". Überraschend findet Steinfeld, "dass diese Verständigung funktioniert und dass sie lebendig bleibt." "Verblüffend wie belehrend" erscheint ihm auch die Lektüre des anderen Teils des Buches, einer Sammlung von 150 einschlägigen Werken und Passagen, die sich in deutlichen Entwicklungslinien präsentiere. Dabei registriert Steinfeld eine Wandlung Büchners vom "emphatischen Zeitgenossen" zu einem "intellektuellen, historischen Widerpart gegenwärtiger Literatur".
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