Vierzig Jahre sind verstrichen, seit sich Boris Blank, Dieter Meier und anfangs noch Carlos Perón - alias Yello - im schönen Zürich daran machten, mit Tonband, Schere und Witz ihr eigenes Kapitel Musikgeschichte zu schneidern. Kaum der Wiege entsprungen, stand die Band auch schon in der New Yorker Disco Roxy und bestaunte das wallende Meer von Leibern, die sich zum Beat ihrer wegweisenden Single Bostich in die Ekstase tanzten. Dank Alben wie Solid Pleasure, You Gotta Say Yes To Another Excess und Flag, ganz zu schweigen von Singles wie Oh Yeah und The Race, geniesst Yello heute einen festen Platz im Pantheon der Pioniere elektronischer Pop-Sounds. Und erst vor Kurzem wieder haben Blank und Meier mit ihrem vierzehnten Studioalbum Point. Yello gezeigt, dass Alter vor musikalischem Abenteuergeist durchaus nicht schützt. Das vorliegende Buch feiert die Zeit, in welcher sich der Klangmaler Blank und der Wortmagier Meier aufmachten, die Yello-Welt zu erschaffen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.12.2021
Begeistert blättert Rezensent Ueli Bernays durch diesen mächtigen Coffee-Table-Bildband, der die Bandgeschichte von Yello in Fotos, Briefen, Notenblättern festhält. Als "schwelgerische Zeitreise" führen ihn die von kurzen Kommentaren begleiteten Abbildungen zurück in die 80er Jahre, als das Duo aus Boris Blank und Dieter Meier international Karriere machte. Die Dynamik des Bilderreigens passt laut Bernays gut zu Yello und der forcierten Selbstinszenierung der Band. Den Spaß des Duos an Inszenierung und Maskerade meint der Rezensent auf jedem Bild zu erkennen.
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