Hannah Arendt, Marc Chagall, Max Ernst, Otto von Habsburg, Heinrich Mann - sie konnten vor Hitler fliehen. Doch ohne Menschen, die Geld und falsche Papiere beschafften, Verbote ignorierten und taten, was ihr Gewissen verlangte, wäre das nie geglückt. Dieses Buch nimmt erstmals die Fluchthelferinnen und -helfer in den Blick und erzählt, wie sie Tausende vor Tod und Lager retteten.
Menschen wie Varian Fry und Noel Field, Lisa und Hans Fittko oder Aristide de Sousa Mendes schreckten nicht vor Bestechung, Schwarzmarkt oder Visafälschung zurück, um Verfolgten in Vichy-Frankreich einen Weg in die Freiheit zu ebnen. Damit gingen sie oft große persönliche Risiken ein. Manche zahlten einen hohen Preis.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.05.2018
Helmut Mayer bekommt eine lesenswerte Zusammenschau mit Dierk Ludwig Schaafs Erzählung über die Bemühungen des "Centre Americain de Secours" mit Varian Fry in Marseille und anderer Helfer, die verfolgten Deutschen während des Dritten Reichs halfen, Europa zu verlassen. Wie der Autor gestützt auf Berichte Frys die Arbeit der Fluchthelfer schildert, findet Mayer spannend, detailreich und farbig. Dass Schaaf auch die Aktionen der Unitarier und einzelner Unerschrockener wie des portugiesischen Generalkonsuls de Sousa Mendes berücksichtigt, gefällt Mayer ebenso wie der Umstand, dass der Text Hintergründe und Gefahren beleuchtet, die durch Salazar in Portugal und Vichy in Frankreich lauerten. Prädikat: lesenwert, meint Mayer.
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