Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.01.2005
Keineswegs gelungen findet Rezensentin Regina Mönch diesen von Karin Hartewig und Alf Lüdtke herausgegebenen Band über die "DDR im Bild". Ja, sie musste sich geradezu durch den Tagungsband quälen. Erwähnenswert scheinen ihr lediglich die Beiträge von Katharina Klotz zur Sichtagitation durch das Zentralkomitee der SED und von Dietrich Mühlberg, der die oft verschwurbelten Schlußfolgerungen zur "DDR im Bild" einigermaßen zurechtrücke und die Bilder in den Kontext ihrer Entstehungszeit einordne. Ein Konzept kann Mönch bei diesen Band nicht erkennen - es sei denn, man halte das Signum "interdisziplinär" für ausreichend. Um so mehr werde versprochen, hält sie fest, "als gäbe es noch einige Winkelchen der posthum detailliert ausgeforschten DDR auszuleuchten". Lobende Worte kommen ihr nicht über die Lippen. "Auch vermag die in der Einleitung in Aussicht gestellte Gegenüberstellung von offizieller und inoffizieller Bilderwelt nicht zu trösten", schließt die Rezensentin, "sie geht über Bekanntes nicht hinaus und verbindet sich zu keiner Analyse".
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