Herausgegeben und mit Beiträgen von Suzanne S. Schüttemeyer, Pia Berkhoff, Oscar W. Gabriel, Malte Cordes, Daniel Hellmann, Benjamin Höhne, Oliver Kannenberg, Sophie Kopsch, Oskar Niedermayer, Anastasia Pyschny, Danny Schindler. In der parlamentarischen Demokratie steht und fällt der Bestand der politischen Ordnung mit der Erfüllung der Parlamentsfunktionen; und konkret sind es die Abgeordneten, die dies zu leisten haben. Von ihnen hängt es ab, ob im Parlament genügend Sachkunde vorhanden ist, um Politik mitzusteuern oder zu kontrollieren, sie müssen die lebendige Verbindung in die Gesellschaft sichern, um angemessene Lösungen ringen und Kompromisse finden. Damit kommt der Auswahl der Kandidaten für Parlamentsmandate allerhöchste Bedeutung zu. Im Buch wird den Fragen, wer, wie, von wem und warum für die Bundestagswahl nominiert, in 13 Kapiteln grundlegend und detailliert aus Sicht der Parlamentarismusforschung nachgegangen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2024
Rezensent Thomas Jansen zieht gleich los, Wahlplakate kleben. Eine der Erkenntnisse aus der Lektüre des von Susanne S. Schüttemeyer und Pia Berkhoff herausgegebenen Bandes nämlich lautet: Jeder kann in den Bundestag, er muss nur engagiert sein. Was die Autorinnen noch herausfinden, erstaunt Jansen nicht weniger. Eine ihrer Befragungen etwa ergibt, dass es eine Unterrepräsentation politischer Grundüberzeugungen von Frauen mitnichten gibt, auch wenn mehr Männer im Parlament sitzen. Nicht neu findet Jansen hingegen die Feststellung, dass Frauen in den Parteien unterrepräsentiert sind und daher auch seltener für den Bundestag kandidieren. Dennoch eine lesenswerte Studie, meint er.
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