Aus dem Französischen von Jürgen Schröder. Israel ist umgezogen - weg von den feindseligen Nachbarn und dem alten, vergeblichen Traum eines säkularen Zionismus, hin zu einem Land der boomenden High-Tech-Industrie, das in der archaischen Vergangenheit seine Zukunft neu entwirft, weltläufig, ethnisch abgeschottet und geprägt von der politischen Agenda der Religiösen. Dana Pinto zeigt Israel auf dem Weg in einen autistischen Ultramodernismus, der die Probleme des jüdischen Staates zu lösen versucht, indem er sie überspringt.
Micha Brumlik empfiehlt diesen Reisebericht in der Tradition jüdischer Geschichtsphilosophie von Diana Pinto, um zu verstehen, wie sich Israel gewandelt hat. Nur vermeintlich oberflächlich eröffnet ihm Pintos Text analytische Tiefenbohrungen in die israelische Identität. Am Strand von Tel Aviv, am Ben Gurion Flughafen und im Gespräch mit Intellektuellen kommt die mit Land und Leuten sympathisierende Autorin laut Brumlik zu der Erkenntnis, dass sich Israel eher von Asien her begfreifen lässt denn von Europa aus. Wenn Pinto sich einer zeit- und raummetaphorischen, dem Rezensenten im übrigen stilistisch elegant erscheinenden Ausdrucksweise bedient, hält Brumlik das dieser Erfahrung für angemessen.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…