Deutsche Sicherheitspolitik

Eine Bilanz der Regierung Schröder
Cover: Deutsche Sicherheitspolitik
Nomos Verlag, Baden Baden 2004
ISBN 9783832906894
Kartoniert, 267 Seiten, 29,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Sebstian Harnisch, Christos Katsioulis und Marco Overhaus. Die Anforderungen an deutsche Sicherheitspolitik sind mit dem Zerfall der bipolaren Weltordnung und dem Aufkommen des internationalen Terrorismus komplexer und schwieriger geworden. Die Politik der traditionellen Bündnispartner verändert sich, die internationalen Organisationen, in die Deutschland eingebettet ist, sind im Wandel begriffen und die innenpolitischen Rahmenbedingungen haben sich verschlechtert. Vor diesem Hintergrund stehen Kontinuität und Wandel der bilateralen und multilateralen Bindungen deutscher Sicherheitspolitik im Mittelpunkt dieses Sammelbandes.
Die einzelnen Beiträge widmen sich den innenpolitischen Bedingungsfaktoren (öffentliche Meinung und Parteiendiskurs), den Auslandseinsätzen der Bundeswehr sowie der Bundeswehrreform, dem deutschen Beitrag in NATO und ESVP sowie der deutschen Politik in den Feldern Nonproliferation, Krisenprävention und Antiterrorpolitik.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.11.2004

Sehr informativ findet Rezensent Tanjev Schultz diese Aufsatzsammlung, die eine Bilanz der deutschen Sicherheitspolitik unter der Regierung Schröder zieht. Wie er berichtet, verzeichnen die Autoren einen "beachtlichen Wandel". Dieser zeige sich in der großen Zahl der Soldaten, die im Ausland eingesetzt werden. Auch die Ausgaben für Auslandseinsätze der Bundeswehr hätten sich von 1998 bis 2003 verzehnfacht. Schultz moniert in diesem Zusammenhang, dass die Autoren versäumen, die historische Dimension dieses Wandels auszuleuchten. Im weiteren hält er fest, dass die Autoren in Deutschland eine transparente, von parteipolitischen Kalkülen freie Strategiedebatte vermissen. Eine besondere Herausforderung sehen die Autoren darin, dass die USA und Europa in ihrer Sicherheitspolitik weiter auseinander driften könnten, informiert der Rezensent.

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