Der Weg zum Schafott. Dichter gegen die Todesstrafe

Cover: Der Weg zum Schafott. Dichter gegen die Todesstrafe
Ripperger und Kremers Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783943999440
Kartoniert, 200 Seiten, 18,90 EUR

Klappentext

Mit Texten von Victor Hugo, Charles Dickens, William Thackeray, Cesare Beccaria, Fjodor Dostojewski und Leo Tolstoi. Nach dem berühmten Text des italienischen Aufklärers Cesare Beccaria über die Todesstrafe aus "Verbrechen und Strafen" wenden sich die Dichter des 19. Jahrhunderts gegen die Todesstrafe: Charles Dickens beschäftigt sich in Briefen an John Forster, den Herausgeber der "The Daily News", mit der Todesstrafe und diskutiert mit intuitivem Scharfblick die gesellschaftliche Wirkung und Bedeutung der Hinrichtung von Menschen. Diese Texte sind hier erstmals ins Deutsche übersetzt, ebenso wie die Erzählung von William Thackeray, in der er von seinen Erfahrungen sowie den Reaktionen auf eine öffentliche Hinrichtung berichtet. Victor Hugo erzählt dann von einem Mann, der auf seine Hinrichtung wartet, lässt uns teilhaben an seinen Gedanken, Erinnerungen, Hoffnungen und Ängsten im Angesicht des Todes und dem Bewusstsein, die eigene Todesstunde genau zu kennen - ohne Möglichkeit, dem grauenhaften Schicksal zu entrinnen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.04.2017

Angela Schader interessiert die Frage nach Schuld und Sühne. Und sie findet Antworten in diesem Sammelband mit Texten von Dostojewski und Tolstoi, Thackeray, Dickens und Hugo. Die editiorische Leistung geht laut Schader allerdings leider gegen Null. Keine historische Einordnung, moniert sie, keine Infos zu den Schriftstellern und den Ereignissen und Personen, an denen sie ihren Protest gegen die Todesstrafe erproben. Dass mancher Text sein Sujet mit Wucht gestaltet und zu erstaunlichen Erkenntnissen kommt (so über die Wirkung des Richtens auf das Publikum), kann Schader kaum befrieden. Wieso die Sammlung auf Texte des 19. Jahrhunderts beschränkt ist, findet sie auch unerklärlich.

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