Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert

Cover: Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert
Hamburger Edition, Hamburg 2002
ISBN 9783930908769
Gebunden, 352 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Jay Winter, Geoffrey Parker und Mary R. Habeck. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts erklärt sich in vielerlei Hinsicht durch den Ersten Weltkrieg und die mit ihm verbundene historische Zäsur. So hätte es ohne den Ersten Weltkrieg wohl keine russische Revolution und keinen italienischen Faschismus, gewiss aber keinen Stalin oder Hitler gegeben. Die Folgen dieses Krieges gingen erst mit der 1989 beginnenden Auflösung des Ost-West-Gegensatzes zu Ende. Was aber machte den Ersten Weltkrieg zu einer historischen Zäsur? Welches waren die Faktoren, die sich als prägend für die kommenden Jahrzehnte erweisen sollten? Warum hatten sie so verhängnisvolle Auswirkungen, daß der Krieg mit dem Attribut der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" gekennzeichnet wurde? Diese Fragen sind nicht neu, doch zeigen die Autoren, dass der Blick auf die Gesamtheit der Entwicklung im 20. Jahrhundert Antworten möglich macht, die sich von früheren unterscheiden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2002

Mit großer Zustimmung hat Eberhard Kolb den Band über den Ersten Weltkrieg und seine Folgen gelesen. Es ist zwar bereits viel zum Thema veröffentlicht worden, doch gibt es "immer noch viel zu sagen und zu forschen", meint der Rezensent. Er ist begeistert von der "Sachkompetenz" und der "sprachlichen Brillanz" der Autoren. Die einzelnen Beiträge findet er ausschließlich lobenswert, beispielsweise die "scharfsinnige Analyse" des Geschehens an der Ostfront durch W. C. Fuller oder die "gehaltvollen" Überlegungen zur Bündnispolitik von D. Stevenson. Den größten "Vorzug" des Bandes aber sieht Kolb in dem Bemühen der meisten Autoren, länder- und themenübergreifend über wichtige Fragen nachzudenken. Lediglich die "kühne These" von M. Ekstein, Deutschland habe durch seine Kriegsniederlage schneller den Weg in die "Moderne" vollzogen, findet der Rezensent fragwürdig, hält sie aber immerhin für "eine Diskussion wert".
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