Was haben Geschirrspülmaschine, Scheibenwischer und Kaffeefilter gemeinsam? Es sind Erfindungen von Frauen. Doch viele dieser Erfinderinnen gerieten in Vergessenheit - weil häufig die Männer der Tüftlerinnen als Patentinhaber eingetragen wurden. Die Autorin Deborah Jaffe spürt in ihrem Buch eine Vielzahl dieser genialen Frauen auf - wie etwa die Amerikanerin Josephine Cochran, die mit einem monströsen Gerät auf der Weltausstellung 1893 Furore machte: der ersten Geschirrspülmaschine. Maria Montessori, bekannt als Ärztin und Reformpädagogin, erfand auch Lehr- und Lernspielzeug. Margarete Steiff und Käthe Kruse wurden mit Teddies und Puppen erfolgreich, Marie Curie forschte auf dem Gebiet der Radioaktivität und erhielt 1903 den Nobelpreis für Physik, 1911 für Chemie. In Dresden rollte Melitta Bentz 1908 Löschpapier zu einem Trichter und füllte Kaffeepulver hinein - und begründete noch im gleichen Jahr eine Firma auf ihren Namen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.04.2006
Die Rezensentin Birgit Loff fand das Buch über erfinderische Frauen von Deborah Jaffe reizvoll. "Geniale Frauen" hat ihr deshalb gefallen, weil das Buch "Erfinderinnen und Firmengründerinnen" porträtiere, deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sonst ausgeblieben wäre. Zudem berichtet Loff, dass Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die deutsche Ausgabe des Buches in der britischen Botschaft vorgestellt habe. "Bahnbrechende" Ideen, wie der Kaffeefilter, der Scheibenwischer oder die Geschirrspülmaschine können nun dank Jaffe intelligenten Frauen wie Melitta Bentz oder Mary Anderson zugeschrieben werden.
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