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David Priestland

Weltgeschichte des Kommunismus

Von der Französischen Revolution bis heute
Cover: Weltgeschichte des Kommunismus
Siedler Verlag, München 2009
ISBN 9783886807086
Gebunden, 782 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Klaus-Dieter Schmidt. Mit 45 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen auf Tafeln. Der Kommunismus war die wohl prägendste politische Kraft des 20. Jahrhunderts. Doch wie gelang es einer Idee, die erstmals in den Wirren der Französischen Revolution Form gewann, auf der Höhe ihrer Macht mehr als ein Drittel der Welt zu beherrschen? David Priestland erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Kommunismus und erklärt, warum diese utopische Idee, die so viel Leid und Gewalt über die Menschheit brachte, auf der ganzen Welt glühende Anhänger fand und auch heute wieder an Einfluss gewinnt. Im November 1989 läutete der Fall der Mauer das Ende der Sowjetunion ein und zugleich, so schien es, auch das Ende der kommunistischen Idee. Zweihundert Jahre nachdem in Frankreich das erste Mal ein Volk gegen ein feudales Regime revoltiert hatte, schien die Niederlage des Kommunismus besiegelt zu sein. Doch statt auf dem "Müllhaufen der Geschichte" zu landen, erlebt die kommunistische Idee nicht erst seit der weltweiten Finanzkrise eine Renaissance.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2010

Den Vorteil der Flexibilität attestiert der hier rezensierende Gerd Koenen dieser "Weltgeschichte des Kommunismus" von David Priestland. Da der Autor den "prometheischen Impuls" als Konstante für seine Betrachtung wählt, kann er laut Koenen die inneren Widersprüche der Bewegung und ihres Wirkens erfassen und im historischen Rückblick mit echten Menschen aufwarten, nicht nur mit Ideenträgern. Priestland in die "Realgeschichte" des Kommunismus folgend, kann Koenen ferner von den mit Episodischem angereicherten soziologischen und ökonomischen Betrachtungen des Autors profitieren. All das liest sich für Koenen instruktiv und unverkrampft. Nur der verengte eurozentische Blick macht dem Rezensenten einmal mehr Sorgen. Und das nagende Gefühl, das Thema sei dem Autor letztlich doch fremd geblieben.
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