Elmore Leonard

Letztes Gefecht am Saber River

Roman
Cover: Letztes Gefecht am Saber River
Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2024
ISBN 9783954381760
Gebunden, 256 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Florian Grimm. Paul Cable war für die Konföderierten in den amerikanischen Bürgerkrieg gezogen. In Tennessee hatte er sich dem 8. Texas-Kavallerie-Regiment angeschlossen, das unter dem Befehl von General Nathan Bedford Forrest stand. Als Cable im November 1864 mit seinen Kameraden den Duck River überquerte, um die Unionskavallerie zurückzudrängen, wurde er schwer verwundet. Von da an war der Krieg für ihn vorbei, obwohl im Osten des Landes noch gekämpft wurde. Er kehrt mit seiner Familie nach Arizona zurück, um sein altes Leben wieder aufzunehmen. Aber in Arizona haben sich die Dinge geändert. Vor dem Gesetz gilt Cable als Rebell, und zwei Brüder, beide Anhänger der Union, haben sein Hab und Gut konfisziert.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 28.06.2024

Freunde literarischer Western und Krimis kennen Elmore Leonard natürlich, auch aufgrund zahlreicher Verfilmungen, meint Rezensent Rainer Moritz. Allen anderen rät er gern dazu, den amerikanischen Schriftsteller zu entdecken, am besten mit diesem neu aufgelegten Western: Erzählt wird die Geschichte von Paul, der im Jahr 1865 as dem amerikanischen Sezessionskrieg zu Frau und Kindern auf die Farm zurückkehrt, auf der sich allerdings inzwischen der Clan der Kidston-Brüder breit gemacht hat. Cable kämpft allein gegen den Clan und für die Moral, wovon Leonard so spannend wie "lakonisch" zu berichten weiß, versichert der Kritiker.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 28.05.2024

Durchaus wohl zu fühlen scheint sich Rezensent Holger Kreitling in der Welt, in der Elmore Leonards ursprünglich im Jahr 1959 erschienener Western-Roman spielt. Im Zentrum steht Cable, ein Bürgerkriegsheimkehrer, der sein Haus bei seiner Rückkehr von anderen Menschen besetzt findet. Daraus entwickelt sich laut Rezensent ein geschickt der Eskalation zustrebender Plot, der freilich durchaus behutsam und in realistischer Manier entwickelt wird. Es geht um Männlichkeit und die Rolle der Landnahme in der amerikanischen Kultur, führt Kreitling aus, der Verbindungen zieht zu Donald Trump und auch zu Alex Garlands Film "Civil War". Insgesamt ein Buch, dessen Schönheit in seiner geradlinigen Schlichtheit liegt, aber auch in Leonards Fähigkeit, das Unvermeidliche hinauszuzögern, heißt es zum Schluss.

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