David Chotjewitz

Daniel Halber Mensch

(Ab 12 Jahre)
Cover: Daniel Halber Mensch
Carlsen Verlag, Hamburg 2000
ISBN 9783551580450
gebunden, 336 Seiten, 15,29 EUR

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2000

Nach Elisabeth Bauschmid hat sich der Autor hier zu viel vorgenommen: Die politische Situation in Deutschland in den dreißiger Jahren, die Probleme pubertierender Jugendlicher, der Antisemitismus, "ein bisschen Swing-Jugend, ein Fall von Rassenschande, zionistische Erziehung" und vieles mehr spielt in diesem Buch eine Rolle. Doch angesichts dieser Fülle von Themen "verliert die eigentliche Geschichte ihren Atem", findet Bauschmid. Zwar weiß sie die Recherchearbeit des Autors durchaus anzuerkennen, doch hätte sie sich bei der Erzählung etwas mehr "emphatische Phantasie" gewünscht. Gelungen findet sie die Erinnerungen des Erwachsenen David, der seine gescheiterte Jugendfreundschaft zu Armin betrauert. In die Welt der Jungen habe sich der Autor jedoch leider wegen der "Last des Stoffs" nicht so gut einfühlen können, bedauert die Rezensentin.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.05.2000

Sehr angetan ist Reinhard Osteroth von diesem Roman, der nach seiner Einschätzung auch jugendliche Leser in seinen Bann ziehen dürfte. Die Geschichte sei in Ruhe erzählt und klar und übersichtlich aufgebaut. Als besondere Stärke empfindet es der Rezensent, dass Chotjewitz mit seinem Buch nicht bloß ein "belehrendes Exempel" statuiere, sondern vor allem einfühlsam über eine Jungenfreundschaft berichte. Der Autor vermeide "erzählerische Umwege" und seine Milieuschilderungen seien überaus "anschaulich". Der Roman ist "intensiv, mit Nachhall fürs Denken", schwärmt Osteroth.
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