Herausgegeben von Rudolf Conrades im Auftrag der Landeshauptstadt Schwerin. Mit DVD.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.05.2007
Nüchtern betrachtet Frank-Rutger Hausmann diese Dokumentation zur umstrittenen Arno-Breker-Ausstellung im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus 2006, die Rudolf Conrades, Kurator der Ausstellung, herausgegeben hat. Er hebt die beigegebene DVD hervor, die es ermöglicht, einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung zu unternehmen, die Informationstafeln zu lesen, 400 Seiten Gästebuch und das enorme Medienecho zur Ausstellung zu studieren. Die Fülle des Materials, die der Band versammelt, scheint beeindruckend. Gleichwohl moniert Hausmann, die Ausstellungsmacher hätten die Chance vertan, "selbstkritisch zu den Defiziten des 'Arno-Breker-Projekts' Stellung zu nehmen". Zudem vermisst er eine Gegenüberstellung mit Werken zeitgenössischer Bildhauer und verfemter Künstler. Außerdem wird seines Erachtens nur "ungenügend" deutlich gemacht, dass Brekers französische Freunde, die sich für die Ausstellung in Frankreich 1942 einsetzten vor allem Kollaborateure waren. Insgesamt hält er weitere Aufklärung über die Kunst des Nationalsozialismus für nötig.
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